Dabei setzt die Familie Fiedler seit jeher auf kontinuierliche Investitionen in moderne Produktionstechnologien, um die hohe Qualität ihrer regionalen Bierspezialitäten nachhaltig zu sichern. Diesen Weg unterstreicht die Privatbrauerei nun mit einem weiteren Meilenstein: Als erster Kunde überhaupt hat sie die neue Etikettiermaschine Flectra von Kosme Deutschland in Betrieb genommen. Die Erwartungen an diese Maschinengeneration waren hoch – und wurden nach kurzer Zeit im Produktionsalltag sogar übertroffen.
Stetige Modernisierung als Schlüssel zum Erfolg
Die Partnerschaft zwischen Kosme Deutschland und der Privatbrauerei Fiedler reicht bis ins Jahr 1990 zurück. Damals firmierte Kosme Germany GmbH noch unter dem Namen Gernep GmbH Etikettiertechnik. An der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit hat sich auch nach der Umfirmierung im März 2026 nichts geändert. Christian Fiedler, Seniorchef der Brauerei, erinnert sich: „Ich kenne die Firma Gernep, heute Kosme Deutschland, seit 1990. Damals habe ich meinen ersten Nassleimetikettierer – eine Gernep Labetta – gekauft. Zehn Jahre später folgte eine weitere Maschine mit verbesserter Aggregatstechnologie. Diese hat anschließend 25 Jahre lang zuverlässig ihren Dienst verrichtet.“ Nach einem Vierteljahrhundert im Einsatz war schließlich der Zeitpunkt gekommen, die bewährte Anlage durch eine neue Generation zu ersetzen.
Die Geschichte der Privatbrauerei Fiedler zeigt, dass Investitionen stets als Grundlage für Qualität und Erfolg verstanden wurden. Seit jeher legt die Familie größten Wert auf eine moderne Produktionsstätte, um erstklassige Biere zu brauen. Der Erfolg dieser konsequenten Ausrichtung spiegelt sich auch in der Entwicklung der Ausstoßmenge wider: Während 1966 rund 2.800 Hektoliter Bier produziert wurden, liegt die heutige Ausstoßmenge bei etwa 17.000 Hektolitern. Parallel dazu wurde das Sortiment kontinuierlich erweitert und umfasst heute neben den klassischen Bierspezialitäten auch saisonale Biere sowie alkoholfreie Getränke von Wasser bis Waldmeister-Limonade.
Als Kosme Deutschland die Entwicklung der neuen Etikettiermaschinengeneration Flectra vorantrieb, entschied sich die Brauerei bewusst für den Kauf des Prototyps. „Natürlich ist die Entscheidung für einen Prototypen immer mit Risiken verbunden. Doch unsere langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft mit Kosme Deutschland sowie das überzeugende Konzept haben uns von Anfang an bestärkt. Als erstes Unternehmen die Kosme Flectra in Betrieb zu nehmen, war für uns eine spannende Erfahrung. Umso mehr freut es uns, dass sich unsere Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt haben,“ erklärt Thomas Fiedler, heutiger Inhaber in sechster Generation.
Die erste Kosme Flectra hält ihr Versprechen
Die neue Etikettiermaschinengeneration Flectra wurde von den zwei Kosme Standorten in Deutschland und Italien gemeinsam mit dem Mutterkonzern Krones entwickelt und 2025 auf der drinktec Messe in München präsentiert. Flectra bündelt in einzigartiger Weise die langjährige Etikettiermaschinen-Expertise beider Unternehmen und markiert den ersten Schritt der angestoßenen Weiterentwicklung der Krones Business Unit Compact Class, die aus vier Kosme Gesellschaften besteht. Die von Kosme Deutschland verkauften Flectra Etikettiermaschinen sind weiterhin Made in Germany. Die Planung und Produktion der Maschinen erfolgt wie gewohnt am Standort Barbing in Bayern.
Die Anforderungen der Familie Fiedler an die neue Etikettiermaschine entsprachen einem klassischen Nassleimetikettierer für den Brauereibedarf. Die Flectra verarbeitet zwei verschiedene Flaschenformate (0,33l / 0,5l Longneck Flaschen) mit einem Rumpf- und Rückenetikett sowie einem Halsring. Dafür wurde die Maschine mit zwei modernen Kaltleimaggregaten ausgestattet, die die angeforderten 10.000 Flaschen pro Stunde präzise etikettieren.
Im Vergleich zur Gernep Labetta wird die neue Etikettiermaschinengeneration von Kosme Deutschland nicht mehr mechanisch, sondern vollständig über bürstenlose Servomotoren angetrieben. Dies bietet zahlreiche Vorteile, die bereits nach kurzer Betriebszeit deutlich erkennbar waren.
Für optimale Einlaufverhältnisse der runden Bierflaschen sorgt die servoangetriebene Einteilschnecke. Hierdurch wird keine mechanische Einlaufsperre mehr benötigt. Insbesondere auch für Formflaschen bietet diese Lösung entscheidende Vorteile zur exakten Führung und einen deutlich ruhigeren Einlauf der Behälter in den Etikettierkreisel der Maschine.
Auch die Flaschenteller werden direkt mit Servomotoren angetrieben. So können beispielsweise die Positionen, an denen die Flaschen gedreht werden, für jede Behältersorte frei definiert am HMI abgespeichert und als Rezeptur beim Sortenwechsel wieder abgerufen werden. Dies bietet nicht nur ein hohes Maß an Flexibilität durch optimale Drehungen des Behälters zur Etikettenanbürstung unterschiedlicher Etikettenlängen, sondern sorgt auch für einen deutlich ruhigeren und gleichmäßigen Produktionsablauf.
Die neuen servogetriebenen Kaltleimetikettieraggregate zeichnen sich durch eine hohe Laufruhe und eine verbesserte Etikettiergenauigkeit aus. Hierfür sorgen unter anderem auch passgenaue Polygonwellen und Krones gefertigte Leimpaletten für einen gleichmäßigen und äußerst sparsamen Leimauftrag. Durch den Servoantrieb fallen anfällige mechanische Übersetzungsgetriebe, Gelenkwellen und der aufwändige Kreuzschlitten weg.
Dank der Servomotor Komponenten profitiert die Privatbrauerei Fiedler von einer deutlich höheren Flexibilität. Besonders der geringere mechanische Verschleiß vieler Bauteile stellt einen wesentlichen Vorteil dar, da hierdurch Kosten und Wartungsaufwand langfristig deutlich reduziert werden. Zusätzlich erhöht die neue Labyrinthabdichtung der Flaschenteller zu den Servomotoren die Betriebssicherheit der Kosme Flectra erheblich, da sie wesentlich unempfindlicher gegenüber Störungen und äußeren Einflüssen sind.
Für ein optimales Endergebnis bietet Kosme Deutschland zudem eine breite Auswahl moderner Ausrichtungs- und Kontrollsysteme, die sich flexibel an unterschiedlichste Kundenanforderungen anpassen lassen. Viele Kunden verfügen jedoch bereits über bewährte Lösungen von Fremdherstellern und möchten diese weiterhin nutzen. Deshalb können die Maschinen auf Wunsch für entsprechende Systeme vorbereitet und vorhandene Komponenten nahtlos integriert werden. Auch die neue Flectra überzeugt hier durch ihre hohe Flexibilität. Bei der Brauerei Fiedler wurde die bestehende Etikettenkontrolle eines Fremdherstellers erfolgreich in die neue Anlage eingebunden. Sie prüft zuverlässig das Vorhandensein der Etiketten sowie die Anwesenheit von Barcodes und Datierungen und gewährleistet damit eine durchgängige Qualitätskontrolle im Produktionsprozess.
Bei der Entwicklung dieser Maschinengeneration stand die Bedienerfreundlichkeit konsequent im Vordergrund. Daher ist sie mit einem flachen, leistungsstarken Touchscreen ausgestattet, der über eine neue intuitive Benutzeroberfläche sowie eine integrierte Tastenleiste verfügt. Für maximale Flexibilität sorgt der neu entwickelte Schwenkarm, mit dem sich das HMI um bis zu 270° rund um die Etikettiermaschine positionieren lässt. Die kompakte, omegaförmige Bauweise gewährleistet zugleich eine hohe Zugänglichkeit. Dies wurde anhand neu gestalteter Falttüren an der Ein- und Auslaufseite sowie eines Hebeschutzes an der Bedienerseite umgesetzt, so dass die Maschine besonders einfach umgerüstet oder gereinigt werden kann. Damit vereint die Maschine zahlreiche Vorteile für den Bediener mit einem modernen, ansprechenden Produktdesign.
Produktionsstart nach einer Woche Inbetriebnahme
Nach der Installation der neuen Etikettiermaschine Flectra konnte die Produktion bereits nach nur einer Woche wieder reibungslos anlaufen. Während der Inbetriebnahme wurde die Brauerei von erfahrenen Servicetechnikern von Kosme Deutschland begleitet, die den Produktionsstart unterstützten und für einen nahtlosen Übergang von der Gernep Labetta zur Kosme Flectra sorgten.
Die ersten Erfahrungen im Produktionsalltag fallen durchwegs positiv aus. Braumeister Sebastian Fiedler zeigt sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden: „Schon nach einer Woche zeigten sich deutliche Verbesserungen in Leistung und Etikettierqualität. Die Maschine arbeitet nicht nur schneller als ihr Vorgänger, sondern auch spürbar leiser und ruhiger. Gleichzeitig sitzen die Etiketten präzise und zuverlässig – und das bei deutlich reduziertem Leimverbrauch.“ Damit profitiert die Privatbrauerei Fiedler sowohl von einer gesteigerten Effizienz als auch von einem ressourcenschonenderen Betrieb.
Neben den Leistungsverbesserungen überzeugen auch die modernen Sicherheitsstandards der neuen Anlage. Im Vergleich zur 25 Jahre alten Vorgängermaschine wurden zahlreiche technische und sicherheitsrelevante Weiterentwicklungen umgesetzt, die den Arbeitsalltag erleichtern und gleichzeitig ein höheres Maß an Sicherheit für die Mitarbeitenden gewährleisten.
Auch seitens des Herstellers wird die erfolgreiche Inbetriebnahme als wichtiger Meilenstein betrachtet. Johannes Gstettner, Geschäftsführer von Kosme Germany GmbH, betont: „Die neue Etikettiermaschine Flectra kommt am Markt hervorragend an. Wir sind begeistert, wie viele Maschinen wir bereits verkauft haben und in naher Zukunft in Betrieb nehmen werden. Die erfolgreiche Installation der ersten Maschine bei der Privatbrauerei Fiedler bestätigt uns darin, bei der Entwicklung vieles richtig gemacht zu haben. Mit Flectra bieten wir dem Markt eine leistungsstarke Etikettierlösung, die Betrieben in ihrem Produktionsprozess ein optimales Endprodukt ermöglicht.“
Was dieses Projekt besonders auszeichnet, ist das gelungene Zusammenspiel der Generationen innerhalb der Brauerei Fiedler. Drei Generationen der Familie arbeiten dort Hand in Hand und bringen ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven in die Weiterentwicklung des Betriebs ein. Diese enge Abstimmung zeigte sich auch bei der Entscheidung für die neue Etikettiermaschine, bei der alle Generationen gemeinsam an einem Strang zogen, um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Familienunternehmens zu stellen.